Pressetext, zum Buch “Mama will Meer“

 

Bückeburg (mm-30.10.16). Sabine Christel („naughty forty“), hat kürzlich bereits ihr zweites Buch veröffentlicht. Es hat den Titel „Mama will Meer“ und enthält 27 kurzweilige Geschichten, mal lustig und mal ernsthaft, die den Alltag einer Mutter schildern. Sabine Christel ist selbst alleinerziehende Mutter eines Puberteenies sowie eines zukünftigen Youtubers. Von Beruf ausgebildete Reno-Fachangestellte, seit einiger Zeit schreibend tätig, nun also mit ihrem zweiten Buch.

 

Das erste Buch mit dem Titel „Teenager Trouble“ ist bereits 2015 erschienen, ist für 14,99 Euro als Taschenbuch bzw. 6,99 Euro als ebook erhältlich. Die 42 Geschichten auf 284 Seiten befassen sich mit allem, was man als Mutter mit Kindern so erlebt. Vom Einkaufen mit Kindern, über entspannte Urlaubsfahrten bis hin zu Elternabenden und Kindergeburtstagen ist alles dabei. Und obwohl sicherlich persönliche Erfahrungen mit einfließen, handelt es sich keinesfalls um eine Tagebucherzählung, sondern die Geschichten sind eine Zusammenfassung von Erlebnissen und Erzählungen aus dem Austausch ihrer von ihr gegründeten und betreuten Singlemomgruppen, und natürlich mit viel Fantasie und Kreativität in humorvolle Geschichten verwandelt.

 

Ein wichtiges Thema in den Gruppen ist übrigens, die fehlende Anerkennung als Alleinerziehende, die Schwierigkeiten, die sich bei der Suche nach einer beruflichen Tätigkeit trotz Kindern gestalten und natürlich die finanzielle Situation, in der sich Alleinerziehende befinden. „Uns geht es darum, dass es zu wenig finanzielle und vor allem unbürokratische Unterstützung für Alleinerziehende gibt“, so Christel. Allein der fehlende Kindesunterhalt, bedingt durch die schlechte Zahlungsmoral vieler zum Unterhalt verpflichteter Väter, sorge dafür, dass es überhaupt erst den Begriff Kinderarmut gibt. „Als Mutter musst du zudem praktisch alles leisten; von der Rund-um-die-Uhr Kinderbetreuung bis zur finanziellen Versorgung der Familie. Dazu kommt, dass der Unterhaltsvorschuss derzeit nur maximal 72 Monate, das sind gerade mal sechs Jahre, gezahlt wird und zwar bis höchstens zum zwölften Lebensjahr“, erläutert Christel. Eine Gesetzesänderung sei zwar geplant, aber davon hätten die Mütter noch nichts.

Überhaupt ist der Unterhaltsvorschuss eine staatliche Leistung – das heißt: Die Gesellschaft bezahlt anstelle der säumigen Kindsväter, die sich vor ihrer Verantwortung drücken. Dies sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat, das machen sich die wenigsten bewusst. Den Müttern werde auch oft unterstellt, gern alleinerziehend sein zu WOLLEN, auch, um so „faul zu Hause herumgammeln“ zu können. „Darüber können wir Singlemoms nur den Kopf schütteln.“ Wirklich allein für alles verantwortlich zu sein, auf vieles zu verzichten und immer das Wohl des Kindes im Auge zu haben, zudem Gegenwind durch Sorgerechtsprobleme, Ex-Partner, die einem zusätzlich Steine in den Weg legen und fehlende Unterstützung sei eine unglaublich stressige und viel zu wenig anerkannte Aufgabe.
„Und kaum jemand, der nicht davon betroffen ist, kann sich ein genaues Bild davon machen.“

Trotzdem möchte die Autorin nicht nur das Negative zeigen, „durch das Zusammenleben mit den Kindern wirst du dir deiner Stärken erst so richtig bewusst. Wir sind flexibel, versuchen aus unseren Möglichkeiten das Beste zu machen und den Kindern vorzuleben, dass man auch mit wenig Mitteln schöne Dinge machen kann. Der Bezug innerhalb unserer kleinen Familien ist sehr innig und wenn es den Kindern gut geht, dann macht das sehr stolz und dankbar, dass es eben auch so geht – schwierig, aber nicht unmöglich“, sagt sie.

 

Das zweite Buch „Mama will Meer“ sei eher durch Zufall entstanden. Das Jahr 2015 bezeichnet die heimische Autorin als „Arschloch-Jahr“. Im Leben einer Singlemom sei ständig etwas los, so war auch ihr Jahr ein Jahr mit wenig Höhen und vielen Tiefen und der Gedanke kam auf, darüber zu schreiben. „Wer hat bei einem gemeinsamen Sorgerecht eigentlich die Sorge und wer hat die Rechte?“, schreibt sie und nutzt die Chance, auf die Problematik des gemeinsamen Sorgerechts aufmerksam zu machen, bei der meist nur einer die Sorge trägt, während der andere, der auf sein Recht pocht, viel zu oft für Probleme und Verzögerungen sorgt. Für Dinge wie Schulwahl, Hilfen oder auch die Kontoeröffnung benötige man die Unterschrift des anderen Sorgeberechtigten, der oftmals nicht einmal Interesse zeigt, geschweige denn gemeinsam Verantwortung und Sorge tragen möchte. So wird der Mutter zusätzlich zu der Belastung als Alleinerziehende das Leben unnötig erschwert.

„Ich sehe mein Buch als Aufruf an die Eltern, besonders die Mütter, sich untereinander auszutauschen und zu unterstützen. Wer, wenn nicht wir, verfügt über Erfahrungen, kann anderen in einer ähnlichen Situation helfen und das, ohne die Mutter bloßzustellen, es gegen sie zu richten oder sie in anderer Weise noch zusätzlich zu belasten. Zuhören und Mut machen, das ist das wichtigste. Und Humor, den muss man haben“, fasst sie zusammen.

 

Der Humor kommt auch im zweiten Buch nicht zu kurz, so geht es neben den ernsten Themen auch um Unterhaltsames, wie eine Erholungskur, das leidige Thema Hausaufgaben und Shopping mit Teenagern. „Mama will Meer“ ist für alle, die humorvolle Unterhaltung, aber auch ernste Untertöne gern lesen.

Natürlich für Eltern, speziell für Alleinerziehende, empfehlenswert. Das Buch kostet 9,99 Euro, das ebook 4,99 Euro und kann bei Amazon, allen gängigen Onlinebuchhandlungen und natürlich auch im örtlichen Buchhandel bestellt werden.

 

Sabine Christel schreibt bereits am dritten Buch, das den Titel „Frau am Stiel“ tragen wird und bei dem es dieses Mal ausschließlich um Frauen geht. „Frau am Stiel“ sei wie „eine Süßigkeit mit eigenem Kopf“. Und auch darüber wird sie wieder in ihrer gewohnt amüsanten und leicht ironischen Art schreiben.